The Noisebox-EP
Powderblue
unterscheidet sich von der bekannten Version hauptsächlich im Gesang. Einerseits hat Guy durch einen Verzerrer
gesungen, andererseits kommen die Refrains in anderer Reihenfolge und der lange Ton hat einen kleinen Ausrutscher
Red
Quasi Akkustikversion. Aber bei dieser Version kann man sich vorstellen, dass der Bassgitarrist diesen Song
geschrieben hat.
Guy hat über mehrere Spuren gesungen und am Ende macht er wieder einige im wahrsten Sinne atemberaubende
Gesangstöne.
George Lassoes the Moon
Zu schade, dass dieses Lied lediglich noch einmal auf einer ebenfalls sehr raren EP erschien und ansonsten nirgends
mehr auftauchte. Was in diesem Lied an Emotionen rüberkommt ist herzerweichend. Guy klingt teilweise, als würde er
wirklich gleich zu weinen anfangen und man möchte ihn in den Arm nehmen und trösten.
Am Ende miepst er wie Gabe bei dem kultigen Kate-Bush-Duett "Another Day" und man hat wirklich das Gefühl, er
sitzt verstört in der Ecke...
Musikalisch ist das Lied wieder eines von der Prog-without-solos. Genaugenommen ist sogar ein kleines Gitarrensolo
am Ende.
Der etwas eigenwillige Titelname ist übrigens inspiriert von einem alten Weihnachtsfilm namens "Ist das Leben nicht
schön?" von Frank Capra wo ein Mann namens George seiner Liebsten zu verstehen gibt, dass er für sie den Mond mit
dem Lasso vom Himmel holen würde.
Ob das Lied selbst mit diesem Film mehr als diese Szene zu tun hat konnte ich aus dem Text nicht so recht herauslesen,
es ist wie so oft einwenig verworren. Allerdings scheint jemand ein gehöriges Ego-Problem zu haben, so wie auch der
Held in dem Film. "I'm more than this" "The more I try the less it works" (ich bin mehr als das. Je mehr ich versuche
desto weniger gelingt es)
In einem Interview deutete Guy an, das Thema von jenem Song ähnele "Any day now", nämlich dem Ausbruch aus
gewohnter/gelangweilter Gegend.
Theme from Munroe Kelly
Weitaus härter und länger als die 2004er Version von der Not a Job DVD und mit Gesang. Und was für einem! Zwar
besteht der Text nur aus zwei Zeilen, die Garv abwechselnd tief und hoch singt und langzieht. Auf schlappe 20
Sekunden!! Dann röhrt er eine leicht orientale Vokalise, bei der der selige Nusrat Fateh Ali Khan staunen würde!
Was es mit Munroe Kelly auf sich hat, wissen wohl nur Garvey, Potters und Co. *zwinker*

Nachtrag 26.10.2007...Garv erzählte in einer seiner Radiosendungen, Munroe Kelly ist eine Gestalt aus einem Film a la
"Planet der Affen" namens "
CONGO"
Can't stop
Der bekannten Version sehr ähnlich. Das Schlagzeug am Anfang ist anders gemischt und der Gesang ist etwas anders,
man hört es nur an gewissen Details, z.B. singt Guy die Zeile "This has battered me" etwas dramatischer. Aber die leicht
floydigen Gitarrensprengsel sind nur bei genauem Hinhören zu bemerken.
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