Auch an dieses Konzert erinnere ich mich eher lückenhaft, aber seit ich ein paar Aufnahmen von Elbow-Konzerten aus dieser Zeit gehört habe, sind ein paar Erinnerungen wiedergekehrt. Was ich aber nie vergessen werde, ist der Schreck, den meine Mutter und ich bekamen als Guy beim ersten Titel "Can't stop" vorwärts schunkelte, als sei er sternhagelvoll!! Zumal diesmal keine Vorgruppe war sondern ein von uns nicht für voll genommener DJ, bei dem ich lediglich einmal Töne aus der Akustikversion von "About time" zu hören glaubte. Wir hatten gewartet und gewartet und als dann mit "einer Stunde Verspätung" die Band kam und Garv wie gesagt sich so seltsam bewegte, da dachten wir "Der Abend ist gelaufen". Aber dann sang Garv los...Stimme wie Samt und Seide. Er holte tief Luft und dröhnte den langen Gesangston. Er lief zwar etwas rot an dabei, aber kein Wackler...alles in bester Ordnung. Elbow hatten diesmal Verstärkung dabei, zwei Damen, die Backingvocals sangen und auch für Geigentöne sorgten, was besonders bei "Fugitive Motel" sehr schön war und mir wie üblich das Hochwasser in die Augen trieb... Garv hatte zunächst einen schwarzen Anzug an und eine Krawatte, letztere und Jackett legte er im Laufe des Konzertes ab. Diesmal war er nicht so gesprächig wie beim Konzert im Columbiafritz, vielleicht war er ja tatsächlich etwas angeschickert, aber als trainierter mancunischer Kampftrinker nicht so leicht aus dem Tritt zu bringen. Es war allerdings ein recht großes Konzert für Elbow-Verhältnisse, denn Chordamen und Streichersätze hatten sie im Columbiafritz und später im Postbahnhof nicht dabei. Die Videoleinwand war auch wieder dabei und ich erinnere mich an die Schreibschriftszenen bei "Fugitive Motel", die ich ja später als die "Soup Collective"-Version kennenlernen sollte. Wie gesagt, leider erinnere ich mich an nicht allzu viele musikalische Details, aber immerhin gibt es auch hierzu eine Fremdrezension