Gastspiele
The Viy
(Andy Votel "All ten Fingers" 2002)
Meeresrauschen und dann ein sehr schleppender 3/4 Takt mit leicht asiatischem Einschlag. Garv brummt fast so tief wie der
gealterte Gabe, steigert sich dann aber doch wieder in lichte Höhen.
Bei diesem Lied sind übrigens Elbow insgesamt dabei. Es klingt auch sehr elbowisch.
Ist von den Fremdkompositionen mein Lieblingslied. Vielleicht eben weil es am meisten nach Elbow klingt. Hab gar Bilder
vorm Auge...da wo Garvs Stimme stotternd verklingt...Fremder Planet (Paralleluniversum??) Garv am
Meer...Funkverbindung klemmt...beam mich hoch Scottie...
Da zeigt Andy Votel, dass er mehr kann als ulkige Geräusche in einen Remix mixen..
Cariad
(J Walk "A night on the rocks" 2002)
Dieses Lied hat einen Fehler: es ist zu kurz. Ansonsten ein schöner trauriger Triphoptitel mit fast etwas mellotronartigen
Synthistreichern. Würde auch Massive Attack gut zu Gesicht stehen....
Warum haben eigentlich Massive Attack erst jetzt bei Garv angeklopft, Elbow haben ja schon vor Jahren "Teardrop"
gecovert und seine Stimme hätte bestimmt himmlisch geklungen bei diesem "Live with me" von der Best-of mit diesem
Soulsänger, der wie ein etwas zu weinerlicher John Lee Hooker klingt...
Mal sehen, ob Garv tatsächlich auf der nächsten Massive Attack drauf ist...
Lemonsoul
(808 State "Outpost Transmission" 2003)
Na, da bin ich doch als Gabrieliter geneigt, am Anfang leise "My ghost likes to travel" zu singen! Ein eher elektronisches
Stück, wo Garv besonders bei den tiefen Tönen derart nach Gabe klingt, dass es einen fast aus den Socken haut. Aber bei
den hohen Tönen merkt man dann eben doch, dass es der Kneipenengel aus Manchester ist.
Das Stück hat er sogar live vorgetragen, als Gast bei besagten 808 State.
To you
Because
(I am Kloot "Natural History" 2001)
Garv hat die gesamte Platte produziert und bei To you singt er auch mit. Er ist schwer rauszuhören, deutlicher ist es bei den
Live-Versionen, von denen es einige bei youtube gibt, wo er mit Johnny "Dangerously" Bramwell in Tonhöhen tiriliert, dass
die Fledermäuse verrückt werden. Zusammen sehen die Beiden irgendwie ein bißchen aus wie eine mancunische
Kneipenparodie von Simon & Garfunkel...und bei einer seiner Payola-Shows erzählte Garv schmunzelnd, dass im Publikum
jemand damals meinte: "dieser 7 Fuß große Kerl singt ja wie ein Mädel!"
Bei "Because" spielt Garv irgendein Synthi namens "Guacamole", es ist wahrscheinlich dieser summende Ton im Hintergrund.
Almost forgot myself
Snowden
(Doves "Some Cities" 2006)
Bei "Almost forgot myself" ist Garv schwer rauszuhören, so wie man Jimi Goodwin auch bei "Grace under Pressure" nur
ganz schwach raushört, wenn man genau aufpaßt.
Aber bei "Snowden" ist Garv nicht zu überhören, wenn man weiß, wo er singt: das himmelhohe "Huuuu huuuuu
huuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!" im Refrain! Garv sagte zumindest in seiner Payola-Show, dass er das singt. Auf der
Doves-Website konnte man zeitweilig ein Bild sehen, wo Garv mit gefletschten Zähnen und nach vorn gebeugt in ein
Mikrofon singt. Könnte diese Stelle sein, denn derartige Frequenzen singt er bestimmt nicht "locker ausm Schisslaweng"
sondern unter Aufbietung seiner 95 Kilo Kampfmasse *grins* (Gabe würde bei der Tonlage wohl seine Augen verdrehen
wie eine Flunder an Land und die Augenbrauen bis an den Haaransatz falten...*diebischkichernd an das Bataclan-Konzert
anno 73 denkend*)
The Vanishing of Maria Schneider
(dEUS "Vantage Point" 2008)
Guy ist eher schwer rauszuhören, er singt die zweite Stimme (vgl. Doves "Almost forgot myself")
Es ist ein hübscher flotter Titel über eine in Vergessenheit geratene Schauspielerin.
(Hab bei mir auf Arbeit mal nachgeschaut, tragische Geschichte, die Ärmste war gar eine Zeit lang in einer Nervenanstalt, ist
ziemlich verheizt worden...)
Remixe
More than this
(Peter Gabriel, B-Seite von "More than this"-Single)
Der wohl genialste Remix eines Gabe-Titel. Bei dem Lied habe ich zum ersten Mal das Phänomen des "vertikalen Stereo"
bemerkt und oft wird beim Hören mein inner Fluß zum reißenden Wasserfall, weil es mich so aufwühlt, wie perfekt Gabe
und Elbow zusammenpassen. Es klingt teilweise nach Genesis 1975, teils einwenig nach "Wish you were here" von Floyd,
ein Schuss Golden Earing ist drin ("The song's over") und eben diese typisch schläfrige Art von Elbow, einen
Up-Tempo-Titel in Zeitlupe zu spielen. (vgl. auch das Gary Jules-Cover von Tears For Fears' "Mad World!)
Wenn mich nicht alles täuscht, hört man den Garv auch singen, ich denke er singt die "Oberstimme" zur Synthistimme im
Refrain.
Jedenfalls hat dieses Lied in mir einen Wunsch erweckt: mehr Gabriel-meets-Elbow-Projekte!!
Wobbly Flu Twilight
(Tim Story & Hans-Joachim Roedelius "Lunz/Reinterpretations" 2005)
Der Gabriel-Remix hat mir so den Kopf verdreht, dass ich vergessen habe, dass er deshalb so genial ist, weil es so ein
Dreamteam ist.
Das Lied ist nicht schlecht, das Original ist ein höchst geheimnisvoller "Ambient"-Instrumentaltitel aber der Remix ist
irgendwie zu minimalistisch. Wahrscheinlich fehlt mir die Stimme vom Garv, man hört zwar irgenwas im Hintergrund
grummeln, was wie Stimme extrem verlangsamt klingt, aber seine "Gespenstergesänge" sind irgendwie reizvoller. Hätte ich
ahnen müssen. Wahrscheinlich muß ich mir das Lied hübsch hören wie "Wurzel" oder "Strangeways..." denn etwa in der
Gewichtsklasse wie ersteres ist es...
Westside
(Athlete B-Seite von "Westside"-Single 1  2003)
Das Original ist auf der "Vehicles and Animals" und könnte auch den Untertitel "Part of the Rockscene" tragen (ist die
häufigste Zeile im Refrain)
Dieser Remix ist wieder recht gut geworden, nicht bloß, weil ich glaube, Garv im Hintergrund piepen zu hören. Es ist recht
geschickt auf den eher spielerisch-technischen Stil der damaligen Athlete angepasst, aber etwas ruhiger als das Original.
Blue on Blue
(Westernarms (bisher nur
myspace))
Erschien anfangs wie ein Nebenprojekt von Guy Garvey und Andy Young (der Schlagzeuger von "Lift to Experience").
Mittlerweile ist es aber nur noch ein Projekt von Andy Young. Zwischenzeitlich hatte er ein paar neue Stücke online, die (für
meinen Geschmack) eher uninteressant klangen. (und nicht z.B. so schön krachig wie z.B. "These are the days" von seiner
alten Band) Zur Zeit hat er nur Blue on Blue online, was auch eher minimalistisch ist, auch was den Gesang betrifft. Guy reizt
zwar schon seinen Stimmumfang aus, aber bei Elbow ist mehr Druck und Emotion hinter. Liegt vielleicht auch daran, dass
dieses Projekt eher elektronisch ist ohne das knackige von Triphop oder Leuten wie 808 State oder dem shoegazerhaften
seiner eigentlichen Band.
Further
(Longview  "Subversions" (2004) sowie CD-Single2 "Further" 2003)
Longview sind eine Indieband und der Remix von Elbow klingt etwas technohaft, zumindest in dem lo-fi-Ausschnitt auf
einer Downloadsite. Mogwai haben übrigens auch ein Longview-Lied geremixt und witzigerweise klingt das viel
elbow'scher als "Further"! (Wackeldackel-Geschwindigkeit und Klavier)
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