Ein Klappern wie von einem Schlüsselbund, dann setzt ein langsamer aber stetiger Drumgroove und eine leicht slidige Gitarre ein, ja das ist wieder ein typischer Elbowtitel. Kein altmodischer Jazz, sondern die Art von Triphoprock, den Elbow auf ihrer ersten CD so gut konnten. Eine Melodie irgendwo zwischen Dur und Moll und Garveypoesie darüber, dass die Vögel unsere Geheimnisse mitnehmen in ihre "winzigen rasenden Herzen" aus der Sicht eines alten Mannes, der seiner großen Liebe nachtrauert und von seinen Mitmenschen nicht ernst genommen wird: "was machen wir denn mit dir...komm wieder herein..."
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Wie Craig diesen Dauerklavierton gemacht hat, kann man ja in dem Video sehen (Klebeband!). Ein sanfter Turbowalzer, im Gegensatz zur Videoversion ist hier der Chor dabei, aber nur summend.
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Jetzt wird es lebhafter und Guy reizt seine Stimmbänder aus. Irgendwie erinnert mich das Lied an YES, wie sie in den 80ern und 90ern klangen. Guy klingt gar einwenig wie Chris Squire und der Chor singt nicht sondern stoßseufzt "WITH LOVE". Für Elbowverhältnisse sehr fröhlich.
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Und noch ein lebhaftes Stück, jetzt eher ruppig rockend, nicht so bluesrockig wie Grounds for Divorce sondern eher einwenig wie das gute alte "Bitten by the Tailfly". Im Gegensatz zu der Version, die man im Radio hört, ist hier aber ein Zwischenteil, wo Guy tief singt, bevor der "Jada dada dada dada"-Teil kommt.
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Sanfte, aber schnelle Akustikgitarrenklänge, erinnern einwenig an "Scattered Black and Whites". Guy singt sehr tief und Craig wirft einen ungewöhnlichen Klavierlauf ein.
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The Night will always win
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Hymnisch melancholische Melodie, für meinen Geschmack etwas zu einfach, aber man merkt Guy an, dass es wieder ein sehr emotionales Thema ist, nämlich noch mal das Seldom seen Kid Bryan. Man stutzt beim flapsigen "Ich vermisse dein dummes(!!) Gesicht, Ich vermisse deine schlechten Tips". Vielleicht hätte das Lied besser in Moll sein sollen, aber dann wäre es vielleicht wieder ZU traurig....
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Wieder etwas flotter mit einer leicht spanisch wirkenden Melodie mit dezenten Bläsern. Guy erzählte irgendwas mit Mariachi-Musik. Ein eher unscheinbares, aber nicht schlechtes Stück.
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Eine schöne Klaviermelodie und zum sanften Summen des Chors singt Guy wieder eine dieser skizzenhaften Lieder, die nur mit Mühe über 2 Minuten kommen
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Es beginnt als freundlicher kleiner Turbowalzer in Dur, dann hämmert das Schlagzeug in Triolen los und der Chor trällert eine etwas zu sonnige Melodie. Das ist der Nachfolger von "One day like this" aber er ist dennoch anspruchsvoller. Nein, es ist kein Mutantenwalzer, dazu ist die Melodie zu schön. Es handelt vom Empfangen des abtrünnigen Kindes in den heimatlichen Armen "Wir haben offene Arme für gebrochene Herzen"
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Zum Summen des Chors singt eine alte Männerstimme den Text von den Vögeln, die die Geheimnisse in ihren rasenden Herzen mitnehmen und es klingt so rührend und ergreifend, dass man sich an Gabes "Scratch my back" erinnert fühlt
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Auch wieder ein typischer Elbow-Turbowalzer, in melancholischer Dur. Irgendwann kommen wieder "Floyd'sche Seufzer", die meinen inneren Fluß endlich mal wieder aufwühlen.
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Was hab ich mir für Sorgen gemacht, als ich hörte, wo überall der "Hallé Youth Choir" dabei ist. Ich befürchtete
schon Gigantomanie wie bei dem Abbey Road Concert, was bei mir boshaft "Elbow-The Musical" heißt. Aber meine
Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Es ist wieder eine RICHTIGE Elbow-Platte, ohne jazzige Tromm-petn und
unrockige Ausflüge. Es wird wieder turbogewalzt und schläfrig gemantrat. Die Elbow-Welt ist wieder in Ordnung und
falls die nächsten Konzerte wieder mit Konzertgraben sind, kann ich es mit Fassung tragen.
Welcome Home, me Elboys!!