| B-Seiten |
| 2000 -2002 |
| None One (auf Newborn-EP, der grünen "Any Day Now"-EP und der 1. Newborn Single) |
| Das Lied klingt eher wie eine Skizze, es hat nur eine kurze Strophe, die zweimal wiederholt wird. Auf den flüchtigen Horcher etwas langweilig, aber ich habe mir das Lied "schöngehört", weil Garv dort wieder seinen Stimmumfang von Abgrundtief (Unterstimme) bis Himmelhoch (Oberstimme) ausreizt. Zudem hat er ein paar seiner Garvey-Poesien darin, die er an anderer Stelle noch aufgreift: "talk like I've died" - "reden als sei ich gestorben" taucht in "My very Best" wieder auf und "does he kiss your eyes" deutet sich auch in "Newborn" an: "press your lips on my eyes". |
| Kisses (auf Newborn-EP) |
| Ein sanftes Gitarreninstrumental, wo man im Hintergrund eine (fremde) Männerstimme räsonieren hört. Soviel ich weiß politisiert da einer im Bus. Nicht ganz so minimalistisch wie... |
| Bitten by the Tailfly (auf Newborn-EP) |
| Die Unterschiede zur Version von "Asleep in the back" lassen sich schwer beschreiben, es ist ebenfalls sehr rhythmisch, aber der Sound ist rauher(?) und die Satzgesänge am Ende sind teilweise von der Rhythmik anders. Kann nicht sagen, welche Version ich besser finde. Beide sind ausgesprochen energetisch und weitaus rauher und "shoegazer"-hafter als die anderen Elbow-Stücke, insbesondere die Neueren! |
| Wurzel (auf beiden Any Day Now-EPs) |
| Wohl einer der minimalistischsten Titel von Elbow und zudem instrumental. Mir fehlt schon Garvs Stimme, dennoch ist es keineswegs schlechter als z.B. Lamb-lies-down-Lückenbüßer wie "Ravine" oder "Silent Sorrow in Empty Boats". Nicht jeder beherrscht die Kunst des Instrumentals so gut wie z.B. Mogwai...allerdings schon wegen Guy (oder bei Lamb der Gabe) möchte man nicht so recht auf die Stimme verzichten... |
| George Lassoes the Moon (auf der braunen Any Day Now-EP) |
| Diese Version ist auch nicht übel, die Orgel klingt etwas rauher und Garvs Gesang etwas gefasster, nicht ganz so verzweifelt. Ein paar Wiederholungen wurden ausgelassen und ein paar Effekte verändert. |
| Vum Garda (auf der 1. Red-Single und auf der japanischen Pressung von "Asleep in the Back" ) |
| Bei diesem Lied kommt besonders deutlich der Triphop-Einfluß zum Vorschein, man könnte es fast für einen Remix halten. Ein achtminütiges "Ein-Akkord-Wunder". Wenn man sich wie ich schon an Garvs Stimme hochziehen kann wird es auch nicht langweilig. Und irgendwie stelle ich mir bei dem Lied immer ein Video vor, was auf die Fatome in der Süßen Wüste bei Käptn Blaubär anspielt...ein herbstlaubfarbener Buntbär mit schläfrigen grünen Augen schlurft durch die Wüste und von Weitem sieht man Anagrom Ataf aus dem eine mystische Sprechblase erscheint, wenn Garv "aahuuuuuuuwuuuuhmgaaardaaa" tiriliert (klingt nämlich wie rückwärts...) *grins* |
| About Time (auf der 1. Red-Single ) |
| Ich hatte zuerst die akkustische Version kennengelernt. Diese hier ist ziemlich verzerrt und psychedelisch-grungyy-bluesy (postrockig?!). Von der Symetrie her hätte ich mir ja noch eine dritte Strophe oder Wiederholungen gewünscht, aber das ist eben auch Elbow, unvermutet noch längere Instrumental- teile, wo man sich vielleicht sogar einwenig wünscht, sie wären nicht ganz so sehr Prog OHNE Solos, allerdings, wenn man es öfter gehört hat, ist es doch ganz reizvoll und würde ich kiffen, wäre es bestimmt ein guter "Abhebesong" *zwinker* |
| Es scheint zu diesem Lied eine Nicht-Akkustik-Version zu geben, leider kenne ich sie nicht und konnte sie auch nirgends finden. In dieser Version ist es nur mit Gitarre und sehr leisem tiefen Gesang, "Don't mix your drinks" nicht unähnlich. Textlich ein Thema, was Garv verdächtig oft beschäftigt "Wasn't pretty enough" "war nicht niedlich genug". Ob das autobiographisch ist? Ich finde jedenfalls, auch wenn Garvs Gesicht selbst von wohlgesonnenen Rezensenten immer wieder als grobschlächtig bezeichnet wird ("Face like a Brickie"), dass es nichts niedlicheres gibt als seinen kleinen Mund, dessen Lippen sich im Inneren verstecken aber unversehens weich und voll werden, wenn er spricht und seine riesigen melancholischen Augen...und als das Lied entstand, war Garv ja noch recht schlank und muskulös...*lechz* |
| The Crow (auf der 2. Red-Single ) |
| Suffer (auf der 1. Powderblue-Single ) |
| Etwas flotterer Titel, der aber im Refrain wieder eher melancholisch klingt. Erinnert einwenig an "Buttons and Zips", aber viel düsterer. |
| About Time (Acc) (auf der 1. Powderblue-Single ) |
| Nur Klavier und Stimme. Garv klingt wunderbar angerostet. Hat, wenn ich mich nicht verhört habe, dieser DJ verwendet, der 2003 in der "Maria" "Vorgruppe" von Elbow war |
| Red (acc. Lamacq Evening Session) (auf der 2. Powderblue-Single ) |
| So. Jetzt kenne ich diese Version auch. Bin in den Tiefen des Internets doch noch fündig geworden (legal natürlich!!) Vom Aufbau her ist das Lied dichter an der Studioversion der "Asleep" als an der Noisebox-Version. Es ist sogar ein Cello dabei, sowie Craigs Pustekeyboard und eine akustische Gitarre. Und jemand schüttelt dieses Schackaschacka-Teil was man für gewöhnlich im Intro hört. Garv singt wundervoll, inewa wie bei den AOL-Sessions. Sehr schöne Version. |
| Powderblue (Andy Votel Mix) (auf der 2. Powderblue-Single ) |
| Eigenartiger Remix, nicht uninteressant, zumal der Gesang in ausreichender Menge verwendet wurde (nicht wie bei dem "Fallen Angel"-Remix, wo eigentlich nur eine Zeile im Hintergrund tönt oder noch extremer der Rooiskop-Mix von Gabriels "My head sounds like that", wo man wirklich ganz genau hinhören muss, um das Ding wieder zu erkennen). In diesem Remix ist Powderblue sogar einwenig entkitscht, es klingt ironischer durch ein etwas albernes Geräusch, was wie eine Spielzeughupe oder lachender Kasperle klingt. Vielleicht im Sinne von "Partygeräusche auf der Hochzeit des tapferen Cold-Turkey-Päärchens". Bin allerdings nicht ganz so angetan davon, obwohl ich Lückenfüllspäße sonst lustig finde (z.B. den Kuckuck in Pink Floyds "Flaming"), wahrscheinlich ist der Kitsch im Original doch zu anrührend. |
| One thing that was bothering me (auf der 1. Newborn-Single ) |
| Und wieder einwenig Triphop und ebenfalls ein "Ein-Akkord-Wunder". Irgendwie cooler Titel. Guy erzählt, wenn ich ihn recht verstehe von diversen Dingen, die er im TV sieht und die ihn eher nicht interessieren (z.B. der Moriskentanz) bis er am Schluss schläfrig singt: "We all love Colombo" und ich vermute mal, der Titelname ist eine Anspielung auf den Schlüsselsatz von Colombo "just one thing" der laut Auskunft von Deb, der Gabrieliterin gelegentlich auch "One thing that was bothering me" lautete. Sozusagen "ööhm...was mich da noch stört...woher wissen Sie vom Gift in Mrs. Oshkoshs Kaffeetasse?" *grins* |
| Lucky with Disease (auf der 2. Newborn-Single ) |
| Wieder ein recht sanfter Titel mit leicht angeschrägter Melodie. Guy singt sehr zart durch einen ähnlichen Verzerrer wie bei der Noisebox-Version von "Powderblue". Der Text ist wieder voller schwer verständlicher Garvey-Poesien, die ich immerhin mit Hilfe des Powderblue-Forums übersetzen konnte: "Im Handyzeitalter ist Telefonsex zu teuer, ich bin nicht so attraktiv wie mein Bruder, aber ich hatte Glück bei Krankheit". Könnte bedeuten, dass er zwar ziemlich frustriert über seine Einsamkeit ist, aber wenigstens fängt er sich dadurch keine fiesen Krankheiten weg (z.B. die mt A) Welche Zeile auch sehr schön zweideutig ist: "That's not saying much, but I'm not saying much..." "Das sagt nicht viel. Ich sage aber auch nicht viel..." |
| Stumble (auf beiden "Asleep in the Back"-Singles ) |
| Na, DAS floydelt aber jetzt wirklich! Da sitzt definitiv eine kleine Echoes-Möwe auf dem Rücksitz und wirft mit Windkissen! *grins* Das Lied würde auf der Meddle gut zwischen Pillow of Winds und Fearless passen. Ansich haben Garv und Co. immer betont, unter ihnen sei kein Floyd-Fan, aber gerade bei dem Lied hör ich doch ganz heftig die Nachtigall trapsen. Hört euch doch mal Pillow of Winds and und denkt euch Gilmis miepsende Steelguitar weg (oder denkt euch eine bei Stumble rein...*kicher*) Und mittlerweile hat sich ja herausgestellt, dass Garv sehr wohl Floyd mag. Seine Schwestern (wer sonst) hörten für gewöhnlich immer die "Dark side of the moon" und in seinen Radiosendungen liefen sogar o.g. Floyd-Lieder. Ist aber nicht nur deswegen eine meiner Lieblings-B-Seiten. Wer wohl die "Baby Giraffe" war? Lange Beine, langer Hals und trotzdem Kindchenschema...eigentlich typisch heranwachsende Mädchen, die noch dünn sind ohne mager zu sein... |